Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!

Erlaubnisinhaber Kiel
Muss nicht sein: Erlaubnisinhaber für Leiharbeit

Mit einem offenen Brief an die DGB Tarifgemeinschaft Zeitarbeit hat labournet eine Kampagne gestartet, die sich für die ersatzlose Kündigung der Tarifverträge einsetzt. Da diese Forderung von einem breiten Spektrum unterstützt wird, sehen wir auch in Kiel gute Möglichkeiten, die Problematik der Leiharbeit wieder verstärkt ins Bewusstsein zu holen, wenn wir auch abseits der Unterschriftensammlung weitere Aktionen in Angriff nehmen.

Die FAU Kiel unterstützt den offenen Brief und ruft dazu auf, sich an der Kampagne zu beteiligen.

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Vortrag am 15.07.2016, 19:00 Uhr, Hansa48

Die Spanische Revolution 1936

span_revZum 80. Jahrestag des Widerstandes gegen den Militärputsch um General Franco am 19. Juli 1936 gehen wir der Frage nach, warum die soziale Revolution in Spanien scheiterte. Es werden unter anderem die Kollektivierungen während der Spanischen Revolution behandelt, ohne die es eben gar keine Revolution, sondern nur ein Bürgerkrieg geblieben wäre, um die bürgerliche II. Spanische Republik zu verteidigen.

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Basisgewerkschaften unter Beschuss

FAU Berlin ruft zur Demonstration gegen antigewerkschaftliche Repression auf

fau_berlin_demoImmer häufiger müssen wir uns mit Klagen gegen die Veröffentlichung von Lohnbetrug, Missachtung elementarer Arbeitsrechte und Ähnlichem in Bezug auf gewerkschaftliche Auseinandersetzungen beschäftigen. Am 4. Juni möchten wir mit vielen auf die Straße gehen um zu zeigen, dass wir uns vom Union-Busting nicht einschüchtern lassen werden. Kommt vorbei. Helft uns, ein unmissverständliches Zeichen zu setzen!

4. Juni 2016 – 14:00 Hackescher Markt – Berlin

Auf die Straße! Damit die Bosse endlich zahlen!
Mit unserer Basisgewerkschaft, der Freien Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) Berlin, gewinnen wir unsere Arbeitskonflikte oft nach kurzer Zeit. Schließlich sind die Verstöße der Bosse meist jenseits von Gut und Böse, weshalb oft schon ein kleineres Säbelrasseln zur Einsicht und Erfüllung unserer Forderungen führt. Doch derzeit stecken wir in mehreren zähen Lohnkämpfen! So haben unsere acht rumänischen Kollegen, die beim Bau des Konsumtempels „Mall of Berlin“ perfide ausgebeutet wurden, nach über zwei Jahren Kampf noch immer keinen Lohn gesehen! Die Verantwortlichen verstecken sich hinter einer Kette von Subunternehmen und versuchen uns mit langwierigen Gerichtsprozessen zum Aufgeben zu bringen.

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9:30 Uhr, Treffpunkt Wilhelmplatz

Am 1. Mai auf die Straße!

Demo_erster_mai2Seit über 100 Jahren gilt der 1. Mai weltweit als Kampftag der Arbeiterklasse und wird auch heute in vielen Städten gefeiert. Doch es gibt wenig zu feiern, denn das allmächtige Lohnsystem besteht weiterhin, die Ausbeutung und Unterdrückung scheinen stärker denn je und viele haben die Aussicht auf ein Leben jenseits des Kapitalismus verloren.

Wir geben uns nicht mit den mickrigen Mög­lichkeiten im Kapitalismus zufrieden, sondern streben eine gesell­schaftliche Veränderung an und wollen durch solidarisches Miteinander unsere Lebensbedingungen verbessern.

Wir nutzen diesen Tag, um unsere konkreten Forderungen gemeinsam gegen die Herr­schenden zum Ausdruck zu bringen. So wurde in den USA 1886 und in Frankreich 1906 der 8-Stundentag dank den Mobi­lisierungen zum 1. Mai durchgesetzt.

Deshalb rufen wir alle Menschen auf, sich gegen die Zumutungen des Kapitalismus zu wehren und ge­meinsam mit uns ein besseres Leben zu erkämpfen.

9:30 Uhr, Treffpunkt Wilhelmplatz

FAU Kiel unterstützt Mitglied bei Lohnnachzahlung

Bitteschön, die Rechnung!

gastroEine beliebte Kneipe am Kieler Ostufer musste kürzlich vor dem Arbeitsgericht einem Vergleich zustimmen, der sie zu einer Nachzahlung im höheren dreistelligen Bereich verpflichtet. Das ist eigentlich wenig spektakulär, allerdings sind die Details recht interessant: Es handelte sich um eine Tätigkeit auf Minijobbasis und dauerte nur knapp acht Monate. Desweiteren ging es lediglich um banale Dinge wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubsentgelt und sonstige ausstehende Gehälter, also alles Pflichten, die in einem Arbeitsverhältnis selbstverständlich sind. Eine derartig hohe Nachforderung für diesen kurzen Zeitraum ist daher recht beachtlich.

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Lesung im Buchladen Zapata am 09.01.16 um 19:30

Geschlafen wird am Monatsende

dieckmann_truck_01Wenn man an LKW denkt, kommen Assoziationen von Staus auf Autobahnen, Elefantenrennen und schweren Unfällen auf, und wenn von Fernfahrern geredet wird, ist es oft nicht weit zu einer Truckerromantik, die eher auf Hollywoodfilmen und Countrysongs beruht als auf der Wirklichkeit.
Nicht viele kennen die rauhe Realität dieses Jobs an der Hauptschlagader der Wirtschaft zwischen Onlinehandel und Just-in-Time-Produktion. Kaum ein anderer Beruf ist so radikalen und für die Betroffenen negativen Veränderungen unterworfen. War man früher meist fern vom Chef, hat man ihn heute per GPS und Handy im Nacken; und gehörte der Kapitän der Landstraße vor wenigen Jahrzehnten zu den bestbezahlten Arbeitern im Lande, ist es heute ein Beruf mit prekären Arbeitsbedingungen. Ein Ende der
Verschlechterungen ist nicht in Sicht.

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Eindrücke von der Jobmesse Kiel 2015

Trostlos, aber irgendwie auch trostlos

leiharbeit_abschaffen_kreideDie alljährliche Jobmesse Kiel fand auch diesmal direkt gegenüber eines Abfallwirtschaftsbetriebes statt. Dazu der Herbst, verhangener Himmel und fallende Blätter: es passte einfach alles. Neben einigen Premiumausstellern wie Jobcenter, Bundeswehr und Lidl waren natürlich auch wieder diverse Leiharbeitsunternehmen am Start.

Da die Leiharbeit in Kiel nach wie vor boomt, -allein im Innenstadtbereich gibt es über 50 Leihklitschen -, und dieser Zustand durch die perfide Anwesenheit des Jobcenters auf solch einer Veranstaltung auch noch verfestigt wird, war es mal wieder Zeit, über die grundlegenden Rechte zu informieren, um sich nicht von einer Leiharbeitsfirma übertölpeln zu lassen.

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Solidarität mit der FAU Dresden

Bezahlt Vladimir! Lohnbetrug stoppen!

Bezahlt_Vladimir-BannerVladimir ist Bauarbeiter. 2014 kam er auf ein Angebot der City Aktiv GmbH nach Deutschland, um hier für einige Monate Geld für sich und seine Familie zu verdienen. Er musste in einer überfüllten Abrisswohnung schlafen, dafür noch Miete an den Chef zahlen. Er arbeitete hart. Bezahlt wurde nur ein Bruchteil seiner Arbeit. Vladimirs Schicksal erleiden jedes Jahr hunderte Bauarbeiter_innen, die aus anderen EU-Ländern nach Deutschland gelockt werden. Exemplarisch seien hier die Kollegen aus Rumänien erwähnt, die mit der FAU Berlin im Zuge der „Mall of Shame“-Kampagne um ihren Lohn kämpfen oder die 14 polnischen Kollegenen die derzeit mit der FAU Freiburg um nicht gezahlte Löhne vor Gericht gehen. Das bringt auch das Lohnniveau der ganzen Branche in Gefahr. Wir wollen die City Aktiv GmbH und alle anderen Firmen, die ihre Beschäftigten um ihren sowieso zu geringen Lohn prellen, unzumutbar unterbringen und den Arbeitsschutz missachten mit Aktionen und Kampagnen zum Umdenken zwingen.

Hier geht es zur Petition: Bezahlt Vladimir!